Samstag, 28. August 2010

Schiff ahoi....Kaept'n Micha laesst gruessen

Und hier wieder eine Geschichte, wie sie grausamer nicht sein koennte ...... ne Spass, aber ja auch klar, dass es hier keinen reibungslosen Ablauf geben konnte ;-)))

Kein Mensch weiss, warum Micha ploetzlich auf die Idee kam, ein Boot zu kaufen. Aber egal....nun ist es da und es ist o.k..
Von einem Expat-Kollegen hat er es zu einem guenstigen Preis abgekauft. Natuerlich musste es auch sogleich getestet werden. Ich habe ja schon seit einigen Jahren den Sportbootfuehrerschein und Micha hat den Alabama-Bootsfuehrerschein dann binnen 3,5 Std. kurz am PC gemacht. Naja - so was ist halt nur in Amerika moeglich. Ein Fuehrerschein ohne Theorie und Praxis. Nun denn.


Noch am Abholtag sollte es auf grosse Jungfernfahrt im Lake Tuscaloosa gehen. Ob es wohl klappen wird - so auf Anhieb?

Ok - das Boot war dann im Wasser und Kuehlbox, Handtuecher usw. waren darauf verstaut.....es konnte losgehen.
Ja, losgehen.....
Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Motor (ca. 1 Jahr nicht gelaufen) zum laufen zu bringen, ist er erst abgesoffen und dann hat die Batterie schlapp gemacht. Tja - so wurde dann doch nix aus der Jungfernfahrt. Boot wieder raus aus dem See!
Aber dann, nur einen Tag spaeter wollten wir es dann nochmal wissen! Mit einer frisch geladenen Batterie und viel Zuversicht sind wir wieder an den See und siehe da.....der Motor ist angesprungen und wir konnten eine kleine Runde ueber den See duesen.



Geschafft!!! Alles hat geklappt (welch ein Wunder).


Boot wieder raus und nichts wie heim - alle hatten nun Hunger

Adi hatte am Vormittag mal kurz beim Spielen ihrem Vater eine uebergebraten. Dabei ist er haarscharf an einer Platzwunde vorbeigeschrammt.


Nichts desto Trotz liessen wir es uns nach unserer Jungfernfahrt dann gut schmecken in einem unserer Lieblings-Restaurants.


Heute wollten wir dann wieder auf den See hinaus. Diesmal in aller Fruehe, da dann nicht soviel los ist.
Doch eigentlich war es ja klar, dass es nicht reibungslos vonstatten gehen kann! Die Batterie war hinueber - nix ging mehr. Gut dass Micha es noch vor der Abfahrt geprueft hatte. Also dueste er noch schnell zu Walmart und brachte eine neue mit. Wir hatten grosses Glueck, da auf der kaputten Batterie von 2007 doch tatsaechlich noch Garantie drauf war bis einschl. August 2010.
Also - neue Batterie rein und los gings. Nun ging es auch schon richtig schnell, dass Boot ins Wasser zu lassen. Nach wenigen Minuten brausten wir auch schon ueber den See. Was sollte jetzt noch kommen?



Hier am See von Tuscaloosa, welcher ein grosser Stausee ist, leben unheimlich viele reiche Leute mit ihren Villen und Bootsstegen. Da kann man richtig neidisch werden, wenn man den einen oder anderen Bunker so sieht. Man fragt sich dann oft, fuer wieviele Personen wohl so ein Haus gebaut wurde? Es sind teilweise schon richtige Palaeste.

Doch so schoen wie der See ist, mit all seiner Natur, Klippen, Buchten u. Villen, eines fehlt hier....Straende, Strandcafe's, Biergaerten oder kleine Staedtchen, die zum Erkunden einladen. Man kann eigentlich nirgends mal anlegen und aussteigen. Es ist einfach nichts da wo man mal anhalten koennte um nen Kaffee zu trinken oder ein Eis zu essen. Alles nur privat. Sehr schade eigentlich - es waere doch wirklich ne Goldgrube.

Tja - da geht halt doch nix ueber europaeische Seen. Da ist dann schon etwas mehr geboten und somit abwechslungsreicher.
Aber ist ok - mal so fuer 2 Stunden auf den See raus ist ja auch schoen.


Da Adi ja ein grosser Schisser ist und nicht in den See zum Baden mag, hatten wir sicherheitshalber ihren Pisspott mit dabei (man weiss ja nie). Doch leider ist er uns auf der rasanten Hinfahrt "floeten" gegangen. Jedoch auf der Rueckfahrt, in voller Fahrt, duesten wir ueber etwas Gelbes hinweg. Micha meinte dann noch, dass es aussah wie Adi's Pott. Wir hielten an und suchten nach dem Pott....er war nicht da. Klar - er lag ja auch im See. Was fuer ein Zufall, dass wir in diesem grossen See genau ueber den Pott gefahren sind. Natuerlich haben wir ihn dann wieder eingesammelt und haben dann auch gleich eine Pause gemacht.


Schoen eingefangen, gelle?



Tja.....und dann kam, was wohl kommen musste (bei unserem Glueck). Waere ja auch nicht normal gewesen, wenn es normal gelaufen waere!
Nach unserer Rast wollten wir dann wieder Richtung Boat Ramp fahren. Der Motor wollte nicht mehr richtig laufen. Aber Micha hat es dann doch geschafft und wir sind dann los. Nach einer nicht allzu langen Fahrt fiel der Motor ploetzlich ab und ging aus. Schreck lass nach!! Aber er ist gleich wieder angesprungen und weiter ging es. Doch er ruckelte und bockelte und es kam kein richtiger Schub mehr zustande. Klasse .....und wir mitten aufm See!!!
Wir schafften etwa noch 200 m und waren eigentlich kurz vor einer Marina als dann gar nichts mehr funktionierte. So trieben wir dahin und Micha versuchte 2 seiner Kollegen, die auch heute auf den See wollten, zu erreichen damit die uns abschleppen konnten.
Eile war geboten, da wir langsam auf ein felsiges Ufer abgetrieben wurden. Wir mussten schon mit dem Paddel dagegenarbeiten, da es auf dem Boot keinen Anker gibt.
Doch dann kam die Rettung in Form eines netten amerikanischen Ehepaars. Die zogen uns dann zu unserer Boat Ramp.

Als wir am Seil hingen und es Richtung Auto ging, konnte auch Adi wieder lachen. Sie hatte doch ganz schoen Panik bekommen, als wir da so rumgetrieben sind.



Joooo, dies war dann unsere schoene Ausfahrt.
Als das Boot dann wieder auf dem Trockenen war, sind wir dann gleich zu einer Werkstatt gefahren. Dort steht nun das gute Stueck. Aber es scheint nichts Schlimmes zu sein. Wahrscheinlich muss nur mal der Vergaser gereinigt werden. Wir werden sehen.

Wieder mal auf dem See...scheeeee!!!

Von unseren Freunden bekamen wir eine Einladung fuer eine Runde Bootfahren auf dem Lake Tuscaloosa.
Bei superheissem Wetter sind wir an einem Samstag Nachmittag zum See gefahren. Erst musste dann mal das gute Stueck ins Wasser.





In der Naehe einer Insel trafen wir dann noch auf 2 Boote von Micha's Kollegen. Dort gab es dann die leckersten Sachen zum Essen und trinken. (Danke nochmal Micha R.).
Dann war Wassersport angesagt. Einige versuchten sich im Wasserskifahren u. andere duesten mit der Tube (grosser Luftring) hinter dem Boot her.

Ausser Adi - die traute sich mal wieder nicht ins Wasser.

Auf dem unteren Bild sieht man eine Villa. Sie gehoert einem der reichsten Maenner in Alabama. Er heisst Jack Warner und er hat sogar ein eigenes Wohngebiet, sowie ein Museum und auch eine Strasse wurde nach ihm benannt. Mittlerweile ist der Gute schon ueber 90 Jahre alt aber immer noch sehr ruestig. Er macht in seinem Museum (American Art) zum Teil noch selber die Fuehrungen.



Endlich wieder Preschool u. die Tage davor

Mehr als 10 Wochen Ferien an einem Stueck ziehen sich wie Kaese!!! Die Wochen dauern wirklich doppelt so lange und den Kindern ist es langweilig ohne Ende.

Aaaaaber, nun ist die letzte Woche vor den Ferien angebrochen Yipeeeh!!!! Und da es auch in dieser Woche wieder sehr heiss war, sind wir mit Freunden zusammen zum Baden an den Black Warrior River gefahren. Dort gibt es einen sehr schoenen Park mit Strandabschnitt. Aber so richtig aushalten liess es sich nur im Fluss, da man da immer wieder kuehle Stroemungen abbekam.



Ausserdem waren Adi und Chris auch mal an dem sehr idyllisch gelegenen Hurricane Creek. Dies ist ein kleiner Bach, der uns stark an Korsika erinnert. Dort kann man auch an einer Art Strand sitzen oder aber auf grossen Steinen.
Adi war anfaenglich nicht so begeistert davon, aber dann war sie kaum noch weg zu bekommen.

Dann ging es nochmal an den Fluss - weil's so schoen war.



Und dann kam der letzte freie Tag vor Schulanfang. Da wir schon sehr lange nicht mehr in unserem Children Hands On - Museum waren (da duerfen Kinder alles anfassen u. damit spielen), sind wir kurzerhand dorthin. Adi geht da sehr gerne hin, da es dort wirklich tolle Sachen zum spielen und ausprobieren hat.


Eine Vorliebe hat sie gerade fuer's Verkleiden. Das macht sie auch staendig daheim.








17. August 2010 - Back to School.
Endlich war es dann soweit. Adi war schon voller Vorfreude. Sie war neugierig, wer wohl neu in der Klasse ist und wer von ihrer alten Gruppe noch da war.
Fuer den ersten Tag war sie dann auch schoen rausgeputzt mit ihrem Lieblingskleid, welches sie Cupcakekleid nennt.




Weil naemlich vorne auf dem Kleid ein kleiner Kuchen, genannt Cupcake, ist.

Montag, 9. August 2010

Heiss heiss und nochmal heiss!!!

Seit Anfang Juli ist es in Alabama ziemlich heiss. An manchen Tagen klettert das Thermometer schon ueber die 40 Grad Marke. Draussen haelt man es dann kaum noch aus. Am Vormittag ist es noch ertraeglich und die Sonne nicht ganz so heiss. Aber so ab 11.30 Uhr haelt man sich dann lieber im klimatisierten Haus auf.


Vormittags haben wir ja ausserdem noch ein bisschen Schatten von den Baeumen aus dem Nachbargarten - doch wenn die Sonne dann wandert, ist kein Schatten mehr - weit und breit.
Am 4. Juli war dann auch wieder ein Highlight im langweiligen Leben der Amerikaner und solche die es noch werden wollen - Independance Day. Das heisst mal wieder im Klartext: Die Amerikaner nehmen ihre Campingstuehle, fahren in einen bestimmten Park und parken da ihr Auto hin. Dann packen viele ihren Grill aus u. ihre Campingstuehle sowieso u. sitzen dann vor ihrem Auto. Jede Familie vor ihrem Auto - so wie sie es bei jedem Event machen.

Irgendwann gibt es dann ein Feuerwerk, welches sich nur der Kinder wegen anzuschauen lohnt.


Ja, und dann waren wir auch wieder im Lande. Da hat sich der Papa aber gefreut ;-)


Da man ja bei solch einer Hitze nicht viel machen kann, zog es uns die letzten Sonntage immer wieder in ein Spassbad. Dort hatte Adi dann halt ihren Zeitvertreib.




Auch dem Wuffi war es manchmal zu heiss. Obwohl er sich doch tatsaechlich manchmal in der Sonne braet (aber nur kurz).


Im Wasser ist es halt doch am schoensten!

Adi's groesster Wunsch, lange Haare zu haben, ist zumindest mal mit einem kuenstlichen Haarteil in Erfuellung gegangen.

Da die Ferien nun auch langsam dem Ende zu gehen (wird auch Zeit nach 12 Wochen) trudeln dann doch so langsam wieder alle ein.

Adi im vollen Flug auf ihrer Wasserrutschbahn.
Letzte Woche gab es dann ein Abschiedsfest von 2 Expat-Familien die wieder in die Heimat zurueckkehren. Es waren auch ganz viele Kinder da u. Adi hing dann mal nicht nur immer an uns herum.



Gleich am anderen Tag ging es auch wieder in den Splash Park des Alabama Adventure. Diesmal auch auf ein Karussell. Adi hatte nun endlich ihre Angst vor den Pferden ueberwunden - wie man sehen kann.