Dienstag, 30. Juni 2009

Zu guter Letzt......

Das Urlaubsende war da und somit auch noch ne Menge Arbeit. D.h. den Wohnwagen komplett ausraeumen und alles wieder im Haus verstauen. Da laeuft man schon etliche Male bis alles wieder an seinem Platz ist.
Im Anschluss daran muss man das gute Stueck aussaugen, putzen und durchwischen. Ist ja eigentlich kein Problem, da der RV nicht so gross ist und man das dann auch recht fix erledigt hat. Ne, es macht einem nur die Hitze zu schaffen. Ist alles nicht so lustig, wenn es um die 35 Grad und mehr hat. Dann ist es im RV fast so heiss wie in einem Dampfbad. Nach Saugen und Wischen steht man echt im eigenen Saft.
Ihr werdet jetzt fragen: Hat das Ding keine Klimaanlage?
Doch hat es - aber funktioniert mit dem Hausstrom nicht.

Aber bald war alles erledigt und der RV wieder sauber und somit bereit zum Abstellen. Micha wollte ihn dann auch gleich zu seinem Standort bei Freunden bringen. Nun ja - was soll man sagen...............es hat uns ja eh schon gewundert, dass dieser Fall nicht frueher eingetreten ist (bei unserem Glueck)! Der Truck ist nicht mehr angesprungen. Oh Schock! Der Horror, wenn uns das nachts irgendwo passiert waere - an der Tanke, oder Walmart? Uuuuuaaah.
Wenn es schon sein musste - dann zuhause - welch ein "Glueck".


Tilman, der Vorbesitzer des Gespanns und "helfender Auskenner" war dann auch gleich zur Stelle. Die Zwei versuchten dann mit Hilfe eines Startkabels den Ford zu starten. NICHTS! Da der Ford 2 Batterien hat, wurde auch sogleich die andere mit den Startkabeln versorgt. WIEDER NICHTS! Ratlose Gesichter. Was hat das gute Stueck?

DER ANLASSER!!!! Verzweifelt wurde nach dem Anlasser gesucht. Nicht ganz einfach bei dem grossen Motor. Aber Tilmann gab nicht auf und nach langer Suche war dieser gefunden. Mit einem Hammer wurde dieser dann bearbeitet. Neuer Versuch - NICHTS!
Aber am Ende war der Fehler gefunden: eine Sicherung war durchgebrannt. Eine andere Sicherung wurde eingesetzt und siehe da - der Ford ist wieder angesprungen. Hurray!!! Und somit konnte Micha das Gespann zum Abstellplatz fahren.


Bei soviel Waesche trifft einen doch echt fast der Schlag. Reicht es einem doch schon, wenn man 2 Wochen Flugurlaub all inclusive hinter sich hat. Aber hier kommen noch tausend Handtuecher dazu, Bettwaesche und Decken in Huelle und Fuelle.



Und wer jetzt denkt: Wars des schon? Neeeee, es geht noch ein bissle weiter!!
Expatfreunde hatten ein grosses Bett mit Matratze zu transportieren. Dies ging leider in keinen PKW und deshalb ist Chris eingesprungen, um diese mit dem Truck in eine nahgelegene Neighborhood zu anderen Expats zu fahren.
Der Ford wurde gleich in Einladeposition abgestellt und dann ging es erstmal rein in die gute Stube zu einem Kaeffchen.
Als Tim von der Arbeit kam, sollte es gleich losgehen. Doch als Chris den Schluessel rumdreht, um den Ford zu starten, macht es wieder nur "klack". Noch ein Versuch - Nichts - nochmal - wieder nichts. Aber natuerlich - es war bestimmt wieder die Sicherung. Tim holte die Sicherung heraus und tatsaechlich - wieder durchgebrannt. Dann wurde die Scheibenwischersicherung (ist die Gleiche) dort eingesetzt und mit neuer Hoffnung wieder der Zuendschluessel betaetigt - Klack, war wieder die Antwort. Tim pruefte sofort die Sicherung. Auch diese war wieder durchgebrannt. So, was tun - neue Sicherungen holen? Das waere Bloedsinn gewesen. Ein anderer Fehler muss wohl vorliegen, denn umsonst haut es ja nicht immer die Sicherung raus.
Micha wurde informiert und kam auch sogleich. Er forderte ueber das Ford-Autohaus auch sofort Hilfe an. Natuerlich in der Hoffnung, dass dies ein Automechaniker sei und die Kiste gleich vor Ort repariert.
Nach langer Warterei (es wurden vor uns noch 2 andere Autos abgeschleppt) kam dann der Abschleppwagen. Wir hatten es ja vermutet......der gute Mann war natuerlich kein Mechaniker und hatte null Ahnung von Motoren. Er bringt den Ford nur zum Autohaus.
Aber wie sollte jetzt das Bett und die Matratze zu Steffen und Yvonne kommen?
Der Fahrer des Abschleppwagens wurde gefragt, ob er nicht ne ganz kleine Runde durch eine nahegeleg. Neighborhood fahren koennte? Klar ginge das......er haette uns ja auch so lange warten lassen.
Also - Ford mitsamt Bett und Matratze auf den Abschleppwagen und ab nach Englewood.

Ein Bild fuer Goetter(t) oder?




Hier sind wir dann bei Steffen und Yvonne. Der Fahrer hat dann den Ford wieder nach unten abgelassen, damit man das Bett u. die Matratze besser abladen konnte.
Entschuldigt die Qualitaet der Fotos, aber die wurden mit unseren Handy's gemacht.



Sooo, nun war das Bett wenigstens an Ort und Stelle und die Fahrt zum Autohaus konnte weitergehen.
Ja, da stand er nun......8000 km hat er uns treue Dienste geleistet und uns echt erst zuhause verlassen.
Mittlerweile ist der Fehler behoben und das "gute Stueck" wieder abholbereit. Ein Kabel an der Batterie war die Ursache.


Hmmmmm, warum will er denn nicht????????????

Hier kommt evtl. noch ein Filmchen dazu. Tim schick mal rueber per e-mail. Danke.

Fazit des Urlaubs: Nichts geht bei uns normal!!!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Galveston (Houston) + die etwas andere Familienzusammenfuehrung

Die Fahrt von San Antonio bis Houston bzw. Galveston dauerte dann "nur" ca. 5 Stunden. Was eine kurze Fahrt ha ha ha. Naja - bei dem was wir schon hinter uns hatten, war es auch nur ein Katzensprung.
Auch auf dieser Strecke fand man wieder viele deutsche Wurzeln.


Durch Houston fuehrte uns eine 14 spurige Autobahn - echt der Wahnsinn. Houston ist uebrigens die drittgroesste Stadt in den USA.



Die Skyline von Houston ist aber nicht ganz so imposant wie New York.

Nach ca. 1 Stunde mit viel stockendem Verkehr waren wir dann endlich durch und erreichten so langsam unser Ziel: Galveston.
Die Gegend erinnerte uns dann schon etwas an die alabamesische Golfkueste.


In der Bay von Galveston sah man sogar Pyramiden gepaart mit einem Mississippi-Schaufelraddampfer.

Nein, das waren weder Gustav noch Katrina - dies ist das Werk von Ike. Der hatte letztes Jahr, kurz nach Gustav, genau in Galveston seinen Landfall. Man sieht noch sehr viel zerstoerte Haeuser und Hotels.

Auch die Haeuser auf Stelzen kommen uns doch sehr bekannt vor.

Nachdem unser Wunschcampingplatz keinen freien Platz mehr hatte, mussten wir in den Galveston Island State Park ausweichen. War sehr einsam gelegen und nix los fuer die Kids (d.h. es gab keinen Pool und keinen Playground u. auch keine anderen Kinder). Dafuer Erholung pur in einer wunderschoenen Landschaft - direkt an der Bay gelegen (also nicht am Meer - sondern auf der Seite in Richtung Festland).
Ausser uns gab es noch ca. 5-6 andere Camper. Manche sogar mit Zelt (bei der Hitze uuuaaah).
Fuer den Rest des Tages war dann nichts mehr geplant und die 2 Maedels haben sich dann gegenseitig etwas geschminkt. Adi kann sich ja sehen lassen - aber Ela wollte keine Veroeffentlichung ihres Bildes.
Selbst unsere Reifen hatten alle durchgehalten u. man konnte stressfrei den Rest des Tages geniesen!




Sonnenuntergang

Noch ein Sturmopfer(oben) - ein Auto wurde auf den Steg gespuelt und wie eben die Amis so sind.....sie haben es einfach dort stehen gelassen.

Da Texas ja der groesste Oellieferant der USA ist, hat es auch riesige Raffinerien. So etwas haben wir noch nie gesehen. Tausend Rohre in irgendwelche Richtungen. Dann wieder Tuerme mit Feuer oben drauf. Also "Hut ab" vor diesem Architekten, der dies geschaffen hat.
Ja, und dann kam der grosse Augenblick....Familienzusammenfuehrung der besonderen Art! Vor vielen Jahren ist die Schwester von Christines Oma nach Texas ausgewandert und hat dort geheiratet. Aus dieser Ehe entstammt eine Tochter "Annette". Annette war das letzte Mal im Jahre 1974 mit ihrer Mutter in Deutschland zu Besuch. Was eine lange Zeit......wow.
Mittlerweile ist die Grosstante gestorben und Annette ist mit ihrer Familie (Mann u. 3 Kinder) nach Houston umgezogen. Ihr Mann Henry hat dort eine Stelle als Ingenieur bei der NASA.
Der Kontakt zur Oma war zwecks Sprachschwierigkeiten natuerlich gleich NULL. Manchmal hoerte Oma die News von ihrer Schwaegerin, die noch Kontakt mit Annette hatte. Aber auch dieser Kontakt wurde aufgrund der sprachl. Schwierigkeiten immer weniger.
Nun denn - Chris fasste sich dann ein Herz und rief Annette an. Annette und Henry waren ganz aus dem Haeuschen. Scherzte doch Henry oft wenn das Telefon klingelte und veraeppelte Annette dann u. sagte: Deutschland ist am Telefon (was ja nicht stimmte).
Aber diesmal hat es doch gestimmt! Die Freude war auf beiden Seiten gross und man wollte sich dann auch so schnell wie moeglich sehen.
Gleich am Samstag besuchten wir Annette u. ihre Familie. 2 der Kinder waren schon aus dem Haus und die Juengste, Jessi, wohnt noch daheim. Der Empfang und die Freude waren sehr herzlich.
Beide Seiten hatten sich unheimlich viel zu erzaehlen. Es waren ja auch etliche Jahre dazwischen und es war viel passiert.




Mittags sind wir dann an den Strand gefahren. Dort war einiges los. Auch hier wieder bollenheiss!

Da wir den gesamten Vormittag nur mit Erzaehlen beschaeftigt waren, hatten wir dann einen Baerenhunger u. Annette u. Henry fuehrten uns dann in ein Restaurant am Meer. Lecker lecker lecker - gut wars!




Aehm, die liegen doch sonst immer am Strassenrand??

Ja, in der Kuerze des Besuches sind wir auch noch durch ein Aquarium und eben durch einige Shops gelaufen.


Die 2 Maedels mochten sich gleich und haben sich prima verstanden. Ela schwaermt jetzt noch von Jessi.

Ja, der Tag war voll gelungen. Mit vielen neuen Eindruecken sind wir dann zurueck zu unserem Wohnwagen gefahren.
Am anderen Tag sind wir vormittags kurz an den Strand. Es war unheimlich heiss und selbst das Meer war schon fast zu warm. Aber Adi hat es gut gefallen.



Aber dennoch machten wir es uns am Nachmittag lieber im Schatten des Wohnwagens gemuetlich. Ausserdem wollten uns Annette, Henry und Jessi noch besuchen.

So machten wir dann einen richtig schoenen Kaffeeklatsch bei sengender Hitze.

Am Abend machten wir uns dann auf in Richtung Galveston. Wir wollten zum Abschied nochmal schoen Essen gehen.
Auf dem Weg dahin kamen wir wieder an einer Hotelruine vorbei. Auch hier hat Ike ganz schoen gewuetet.


Auch dieser Abend endete mit vielen schoenen Eindruecken und Erinnerungen. Auf alle Faelle ist eines sicher: Der Kontakt wird nun nicht mehr abreissen!
Annette will uns mit ihrer Familie auf alle Faelle bald besuchen kommen, worauf wir uns schon freuen.


Soooo, am anderen Tag traten wir dann die Rueckreise an. Es lagen wieder eine ganze Menge Meilen vor uns. Geplant war noch eine Uebernachtung auf einem Walmart-Parkplatz.

Sumpflandschaft (oben) und ein Kanal zwischen der Autobahn (unten) in Louisiana.

Autobahnkreuz oder Autobahndreieck (keiner weiss es so genau) in Houston.

Hier kommen noch ein paar Filmchen hin - geduldet euch!

Hi Annette, Henry and Jessi,

thank you for the nice time with you and your family. In the next days we will translate the most of this story.

Bye Chris and Michael

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