Montag, 27. September 2010

Fahrradtour der anderen Art

Nun ja, da unser Aufenthalt in USA in 9 Monaten zu Ende sein wird, schafft man sich noch das eine oder andere an. Fuer Chris war es dann ein gescheites Fahrrad.
Das Tolle hier ist, die Raeder sind schon komplett montiert u. man muss nur noch Luft in die Reifen machen u. ein bisschen die Schaltung justieren. Tja - und da es in Stroemen regnete, musste man dies eben im Haus testen. Aber ist ja bei der Groesse hier kein Problem und so duesten Adi und Micha hier im Haus herum.




Ausflug auf dem See

Trotz Adi's Protest sind wir am Samstag wieder auf den See. Seit wir das eine Mal abgeschleppt worden sind, hat Adi immer Schiss....es koennte ja nochmal passieren. So heult sie schon vorher und will nicht mit.
Aber diesmal war es ein bisschen anders als sonst, denn diesmal war Fam. Henkel auch mit dem Boot unterwegs. So duesten wir zusammen ueber den See. Da hat es auch Adi gefallen.


Das Wasser war schoen warm und es machte richtig Spass im Wasser.
Tja - nur ein Mensch traute sich mal wieder nicht ins Wasser....
"Soll ich oder soll ich nicht" waren bestimmt Adi's Gedankengaenge.

So machte das Bootfahren auch Adi endlich mal Spass!!!

Diesmal sind wir fast bis zum Ende des See's gefahren. Dort ist noch eine Insel die sich Treasure Island nennt. Aber eben nur "fast", da es wieder mal eng mit dem Sprit wurde tss tss tss.

Auf der Rueckfahrt ist Adi dann schon fast eingeschlafen - die frische Luft.....


Auch hier konnte man sich wieder den Mund fusselig labern...nix ging! Adi hat sich immer noch nicht ins Wasser getraut. Nun ja - irgendwann wird das schon.

An der Bootsrampe angekommen war dann noch Angeln angesagt. "Hoffentlich beisst keiner an" dachte ich da nur!

Wieder war ein schoener Tag vorbei. Immerhin hatte es Adi nun doch fast 4 Stunden auf dem See ausgehalten. Das ist ihr neuer persoenlicher Rekord!
Anschliessend mussten wir noch das Boot "aufraeumen" und die Plane drauf machen. Es waren fuer die Nacht und den ganzen Sonntag schwere Gewitter angekuendigt.

So wie bei Fam. Henkel muss das wohl auch bei uns aussehen ;-)))

Adi und ihre Schwimmurkunde

Letzten Donnerstag war es dann soweit, das letzte Mal Schwimmunterricht bei "Miss Sam".

Adi hat eine ganze Menge in dem Schwimmkurs gelernt u. ist darauf auch maechtig stolz. Sie ist etwas sicherer im Wasser geworden und kann nun "fast" schwimmen. In Amerika lernen die Kinder in der Schwimmschule nur Freestyle (Kraulen) und das kann sie jetzt recht gut. Brustschwimmen muessen wir ihr wohl selber beibringen ;-)


Auch Rueckwaertsschwimmen wurde schon fest geuebt.




Zum Abschluss ihres Schwimmkurses erhielten alle Kinder ein T-Shirt und eine tolle Urkunde.

Mal sehen, vielleicht melden wir Adi nochmal zu einem Kurs dort an, aber wir muessen noch ein Weilchen warten, da die Heizanlage des Schwimmbades z.Zt. kaputt ist. Das Wasser war immer unheimlich kalt und die Kinder bibberten ganz schoen. Am Ende jeder Schwimmstunde hatten sie alle blaue Lippen. Dennoch fragt mich Adi fast taeglich, wann sie wieder zum Schwimmunterricht gehen darf.







Montag, 20. September 2010

Endless summer

Dieses Jahr zeigt uns der alabamesische Sommer was er kann! Nachdem es letztes Jahr unheimlich viel geregnet hatte, haben wir jeden Tag Sonne satt. Auch heute wieder stieg das Thermometer auf 38 Grad und fuer die naechsten Tage soll es auch erst mal so bleiben. Nachts ist es nicht mehr ganz so schwuel und drueckend wie in den Monaten Juni u. Juli, aber immer noch waermer als die Tageshoechsttemperatur in Deutschland.

Nachdem Adi nun schon ein fast perfekter Schwimmer ist (viel fehlt nimmer), moechte sie auch Fahrrad ohne Stuetzraeder fahren. Aber dies scheint doch schwieriger zu sein, als schwimmen zu lernen. Egal....irgendwann lernt es jeder einmal - auch Adi!


Das Poolwasser ist jedoch nicht mehr ganz so warm wie noch im August u. Juli. Da war es zeitenweise so warm wie in der Badewanne. Jetzt ist es richtig erfrischend - jedoch nicht zu kalt und es macht wieder Spass sich darin zu bewegen.


Irgendwie komisch ist es ja schon, die grosse Hitze u. gleichzeitig beginnt auch schon der Herbst und die Blaetter der Baeume faerben sich. Dies wird dann unser letzter "Indian Summer" hier sein - so schnell vergeht die Zeit!

Das Boot laeuft wieder und wir versuchen so oft wie moeglich noch mit dem Boot auf den See zu gehen. Aber bisher ist es ja auch kein Problem, denn der See hat noch angenehme Badetemperaturen (waermer als unser Pool im Garten).

Durch den Fahrtwind kann man es gut aushalten. Aber sobald man eine Pause macht, merkt man erst wie heiss es ist.


Nach unserer Spazierfahrt machten wir an unserer Boatramp noch fest und jeder konnte noch so fuer sich entspannen. Adi hat das Angeln fuer sich entdeckt. Doch leider hat kein Fisch angebissen. Was heisst leider.....Gott sei Dank....was haetten wir denn auch mit dem Fisch machen sollen. Toeten u. Essen....geht ja gar nicht. Adi haette uns gekillt!


Tja - waehrend wir auf dem See waren wollte sie nicht lenken. Da hat sie dann doch noch viel zu viel Angst.




Gruss nach Deutschland an Oma Susi:

Alles alles Gute zum 86. Geburtstag....viel Gesundheit, Glueck und Geschenke und alles was du dir wuenschst.

Einen ganz tollen Tag wuenschen dir deine "Ami's"

Mittwoch, 8. September 2010

Auch Schwimmen will gelernt sein

Im Laufe des Sommer's waren wir natuerlich viel in unserem kleinen Pool hinter dem Haus. Adi hat dabei schon Tauchen und Schwimmen gelernt. Jedoch sieht sie eher aus wie ein kleiner Hund wenn sie da so schwimmt. Sie macht es zwar sehr gut, aber nun haben wir sie doch bei einem Schwimmkurs hier in der Uni angemeldet. Wir wollen halt vermeiden, dass sie sich ihren Hundeschwimmstil so richtig angewoehnt.

Nun heisst es 2x die Woche am spaeten Nachmittag in die Schwimmhalle.

Brrrrrrr - ist das Wasser kalt......





Memphis....Elvis forever!!!

Freitag den 3.9.2010 war es dann soweit - das Labordayweekend stand vor der Tuer. D.h. der Montag war ein Feiertag. Eigentlich hatten wir schon letztes Jahr an diesem Wochenende geplant, wieder nach Santa Rosa Beach bei Destin zu fahren - doch dies liegt in Florida an der Golfkueste. Und weil wir uns nun nicht ganz sicher waren wegen der Oelkatastrophe, haben wir umgebucht und sind an den Lake Sardis in der Naehe von Memphis gefahren.
Auch Yasi war am Donnerstag zu Besuch gekommen u. freute sich auf etwas Abwechslung.

Die Fahrt dauerte etwa 4 Stunden u. wir sind dann so kurz vor 12 Uhr auf dem Campground angekommen. Noch schnell alles anschliessen und dann ging es auch schon ins Bett.


Den Vormittag haben wir dann erstmal langsam angehen lassen. Wir wollten ja auch nicht gleich wieder in Stress verfallen.
Diesmal wieder mit dabei....die Familie Henkel. Die Kiddis waren dann auch sogleich zusammen unterwegs um das Gelaende zu erkunden.
Am Ende der Strasse kann man die Staumauer des Lake Sardis erkennen. Dahinter befindet sich ein riesiger Stausee (Foto's kommen unten noch). Ein bisschen mulmig kann einem da schon werden wenn man bedenkt, dass sich der Campingplatz direkt unter diesem Stausee befindet.

Am Campingplatz selber ist aber auch ein kleiner See und Adi konnte mit grosser Begeisterung Steine reinwerfen.

Nach einem Teller Nudelsuppe wurde feste "UNO" gespielt. Auch Adi kann es schon und war sogar Sieger.

Am Nachmittag hat es uns dann noch gepackt und wir sind alle nach Memphis gefahren. Eigentlich dachten wir, Memphis waere vom Campingplatz nur ne halbe Stunde entfernt - aber ein Blick aufs Navi u. siehe da.....1 Stunde Fahrt. Aber wir liessen uns nicht abhalten u. sind trotzdem gefahren.
Fuer diesen Tag war unser Ziel Mud Island welches direkt im Mississippi River liegt und eine Halbinsel ist. Mit einer Art Magnetschwebebahn konnte man dorthin gelangen. Doch leider durfte mal wieder unser Wuffi nicht mit u. Micha musste mit ihm etwas anderes machen.



Elvis und B.B. King





Die Bahn war Adi nicht so ganz geheuer.

Auf Mud Island haben sie den kompletten Verlauf des Mississippi River's quasi in Beton gegossen. Alle Tiefen und Breiten, Landschaftsformen, Bruecken und sogar die Staedte kann man begehen. Die Kinder fanden es natuerlich toll, barfuss da durchzulaufen.

Die Sonne stand schon etwas tief und das Licht ueber dem Mississippi sah toll aus.


Immer wieder gab es diese Tafeln mit dem jeweiligen Bundesstaat wo der Mississippi durchfliesst. So arbeiteten wir uns immer weiter in Richtung New Orleans und Golfkueste, wo er dann ins Meer muendet.


Nach unserem schoenen Spaziergang auf Mud Island machten wir uns auf den Weg in die Stadt um uns mit Micha u. Morgan zu treffen. Wir hatten die Beiden auch schon bald wieder gefunden und liefen dann noch in Richtung Beal Steet.


Hier ist der Anfang der beruehmten Beal Street. Eine Kneipe kommt nach der anderen und es ist voll von Urlaubern, die hier "einen draufmachen" wollen. Bisschen Ballermann-Stimmung halt mit Westernstadt-Kulisse.

Als wir fuer einen Moment den Strassenkuenstlern zuschauten, nutzte Morgan gleich die Chance fuer eine kurze Rast auf Katja's Schoss.


Micha fand die Ansammlung von so vielen Polizisten ganz lustig und liess sich gleich mit dem groessten und dicksten Polizisten fotografieren.

Dann waren wir alle hungrig und sind in ein Restaurant wo es die groessten Hamburger weit und breit gibt. Dort kann jeder, wenn er will u. kann, einen Rekord aufstellen. Wer solch ein riesen Ding innerhalb einer Stunde (oder noch schneller) essen kann, muss diesen dann auch nicht bezahlen. Auf dem Foto unten sieht man so ein Geraet.
Am anderen Tag duesten wir abermals nach Memphis - diesmal war GRACELAND unser Ziel. Wer kennt es nicht.....hier hat Elvis Presley mit seiner Familie gewohnt.

Natuerlich wurde auch die ganze Strasse schon nach ihm benannt!




Obwohl man zu Fuss viel schneller vom Eingang nach Graceland (nur auf der anderen Strassenseite) gekommen waeren, mussten wir lange warten, bis wir schliesslich mit einem Shuttlebus dorthin gebracht wurden. Die Fahrerin war die Coole (unten im Video zu hoeren) - sie schmetterte mal kurz einen Hit von Elvis.

Fuer den Trip durch die Graceland Mansion (also Elvis Wohnhaus) bekamen wir alle ein Tonbandgeraet mit Kopfhoerer. Nach Druecken der entsprechenden Nummern, haben wir dann alles zum Thema Elvis erfahren. War unheimlich interessant.

Das Haus wirkt von aussen viell. schon etwas pompoes, ist aber innen eher bescheiden. Sogar fast schon normal. Teilweise sind einige Raeume schon etwas ausgefallener, aber dennoch nichts Aussergewoehnliches. Der Stil ist natuerlich 70er Jahre und aelter. Nur die Kueche - sie koennte auch in den heutigen Haeusern zu finden sein.

Wohnzimmer (oben)
Schlafzimmer seiner Eltern (unten)

Seine Schlafzimmer befinden sich in der oberen Etage und die ist nicht in der Fuehrung inbegriffen.
Priscilla und Lisa Marie auf einem Bild im Flur.
Das Esszimmer (unten)

Ein Teil der Kueche - wie gesagt, heute sehen die Kuechen auch noch so aus.

Sein Fernsehzimmer im Keller.

Das Dschungelzimmer - hinten im Sessel, wo der Baer u. die Gitarre zu sehen ist, war Lisa Marie's Lieblingsplatz.

Lisa Marie's Schaukel im Garten.




Das Brautkleid von Priscilla.


Die Anzuege, die er zu seinen Konzerten anzog. Davon gab es soviele, dass es fast ein eigener Teil des Museum's ist.

Der Swimmingpool.



Unten ist die Gedenkstaette von Elvis, seinem Zwillingsbruder, seiner Eltern u. seiner Grossmutter.


Elvis selber liegt da nicht drin. Er wurde in Tupelo, seiner Geburtsstadt, beerdigt.

Fan's haben hier die tollsten Sachen hinterlassen. Herzen, Windmuehlen und noch vieles mehr.

Dann wurden wir mit dem Shuttlebus wieder die 50 Meter ueber die Strasse transportiert. Naechstes Ziel war die Autosammlung von Elvis.


Oben ein schoener Mercedes, welchen er seiner Priscilla geschenkt hat.
Unten - eine Ansammlung von verschiedenen kleinen "Spielzeugen", mit denen er dann durch seinen Garten geduest ist.


Und natuerlich.....der weltberuehmte pinke Cadillac. Viele Musiker wurden wohl durch dieses Auto inspiriert.



Elvis hat ja auch ne Menge Filme in Hollywood gedreht und somit konnte man mit diesem ganzen Material auch ein komplettes Museum fuellen.

Und zu guter Letzt konnte man noch seine 2 privaten Jet's besichtigen. Das grosse Flugzeug hatte den Namen seiner Tochter "Lisa Marie" und war innen mit verschied. Zimmern ausgestattet. Das Clo und das Bad hatten Wasserhaehne aus Gold.

Das kleine Flugzeug war nicht ganz so pompoes.




Als wir dann "durch" waren, sind wir wieder in Richtung Campingplatz zurueck. Wir wollten alle noch an den See zum Baden. Zu unserer Ueberraschung gab es 2 grosse schoene Sandstraende und die Kinder waren zufrieden.


Ist ja schon fast wie am Meer ;-)

Nach dem Sonnenbad ging es zurueck zu den Wohnwagen um zu Duschen. Wir wollten den Abend gemuetlich mit Grillen ausklingen lassen.


Nachdem dann die Kiddis alle im Bett waren, war noch gemuetliches Beisammensitzen angesagt....in aller Ruhe. Das haben wir uns redlich verdient!!!



Leider war die schoene Zeit dort schnell vorbei und wir mussten wieder nach Hause. Bevor wir aber so richtig durchgestartet haben, sind wir noch schnell auf die Staumauer gefahren und haben uns den grossen See mal angeschaut. Da wurde einem dann noch mulmiger als man die Groesse sah - erinnerte schon schwach an den Bodensee!

Hier ein Blick von der Staumauer nach unten - unser Campingplatz u. der kleine See.

Bald waren wir auf der Autobahn und wie fast immer in den USA - gerade Pisten bis an den Horizont.


Ca. 18.15 Uhr waren wir wieder daheim und in Windeseile haben wir den Wohnwagen entladen und geputzt. Nach der Rekordzeit von ca. 1 3/4 Std. konnte ihn Micha wieder auf den Abstellplatz bringen.
Da auch Yasi's letzter Abend bevorstand, sind wir zu unserem Mexikaner um die Ecke und haben das Wochenende schoen ausklingen lassen.


Hier noch ein paar Filmchen.

Der Mississippi River in Kleinformat


Die Busfahrerin.

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