Freitag nachmittag war es soweit - die ersten paar Tage Erholung lagen vor uns. Ziel des Kurzurlaubs (Fr.-Mo.) war der Golf von Mexiko - Fort Morgan. Als wir das Auto geladen hatten, konnte man fast meinen, dass wir fuer 2 Wochen in Urlaub fahren. Aber es war eben auch alles drin fuer Essen und Trinken in der Ferienwohnung. Nach fast 6 Stunden Autofahrt hatten wir es dann geschafft. Es erwartete uns ein schoenes Appartement mit Blick aufs Meer. Gleich am anderen Tag stuerzten wir uns schon am fruehen Morgen an den Strand. Herrlichstes Wetter. Kaum zu glauben, dass unweit von uns schon der Hurricane "Gustav" am anrauschen war - LEIDER. Wir verfolgten immer den Stand der Dinge im TV und uebers Internet. Doch es war uns schon allen klar, dass wir nicht bis Montag hier bleiben konnten. Selbst wenn er nicht bei uns seinen Landfall haette, so wuerden wir auf jeden Fall die heftigen Auslaeufer zu spueren bekommen. Wir hatten dann schon vor, dass wir Sonntagabend heimfahren wollten, da er Montag in der Mittagszeit erwartet wurde. Aber die Entscheidung der Abreise wurde uns dann schon am Sonntagvormittag abgenommen, indem der ganze Kuestenbereich von Alabama evakuiert wurde.
Wir also nix wie ins Appartement und alle Sachen packen und ab ins Auto und weg. Da natuerlich alle auf einmal losfuhren, waren viele Staus vorprogrammiert.
Hier ein kleiner Ausschnitt des Staus bei Fort Morgan.
Wir konnten dann aber von Mobile bis ca. 30 Meilen vor Tuscaloosa nicht meckern, es lief wie am Schnuerchen. Doch dann kamen wir in einen ziemlich grossen Stau. Fast alle Autos kamen aus Louisiana und Missisippi. Alles Fluechtige, die nach Norden wollten um "Gustav" zu entkommen. Ganz New Orleans wurde evakuiert - muss man sich mal vorstellen.
Die Leute haben mitgenommen was ihnen lieb und heilig ist. Auch alle ihre Haustiere waren an Bord. Der Schnappschuss ist jetzt ganz nach oben gerutscht - zu bloed.
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