Dienstag, 9. Juni 2009

Der lange Weg in den Wilden Westen

Mit gepacktem RV ging es dann am Samstag den 6.6.09 auch puenklich los. Unser Ziel - der Wilde Westen. Genauer gesagt - erstes Ziel ist Monument Valley in Utah. Vor uns lagen ca. 2.500 km Strecke.

Unser Weg fuehrte uns ueber Elvis-Land - fuer Nichtkenner: Wir mussten erst ueber Tupelo nach Memphis und von dort aus auf die Autobahn.

Wir durchquerten also an unserem ersten Fahrttag die Bundesstaaten Mississippi, Tennessee, Arkansas und Oklahoma. Mitten in Oklahoma-City haben wir dann auf einem WALMART-Parkplatz genaechtigt.

Hier ein paar Bildchen von unserer ersten Etappe:







Hier ueberquerten wir in Memphis den Mississippi.




Irgendwann mal zwischendrin machte Micha ein Foto vom Navi. Die Angabe ist in Meilen. Da hatten wir schon ein paar Meilchen abgefahren.



Wir fuhren durch Landschaften in denen keiner mehr wohnte. Links und rechts nur noch Aecker oder Pampa (siehe oben - sehr passend). Ab und zu sah man in weiter Ferne eine Farm oder eine Ranch. Wir hatten alle den gleichen Gedanken: Wie kann man nur hier wohnen?


Zum ersten Mal wurde uns so richtig bewusst, was die damaligen Auswanderer geleistet hatten. Wir rasselten die Meilen nur so runter, waehrend die damals mit Planwagen, Ochsen usw. los sind. Aber gegen das, was uns noch erwartete, war dies ja noch gar nichts....


Tankstopp zwischen den grossen Brummis.
Unten:
Micha hat sich dann schon mal entsprechend gekleidet (grins)
Adi und Ela haben die lange Tour gut ueberstanden, dank tragbarer DVD-Abspielgeraete. Jede hatte ihr eigenes und sie konnen unabhaengig voneinander ihre Filme schauen.

Ja, so wie oben auf dem Bild sehen hier fast alle Strassen aus - sie enden am Horizont. Links und rechts davon immer das gleiche Bild - Pampa. Es wohnt kaum noch einer dort. Es ist wirklich kaum vorstellbar, dass auf dieser Flaeche kaum Menschen wohnen. Im Vergleich dazu unser dicht besiedelten Deutschland, wo alle aufeinanderhocken.
Der 2. Fahrttag fuehrte uns dann durch Texas und New Mexico bis Albuquerque.



Oben sehen wir den Sonnenuntergang in Amarillo. Da haben wir in einer Pizzeria zu Abend gegessen. Dann ging es weiter nach Albuquerque auf einen WALMART-Parkplatz.


Am dritten Fahrtag ging es dann von New Mexico nach Arizona und von Arizona nach Utah.
Hier wieder so eine endlose Strasse. Diese hier fuehrt mitten durch das Navajo Indianer Reservat. Auch Monument Valley liegt in diesem Reservat. Alles hier wird durch Indianer verwaltet und bewirtschaftet. Man sieht links und rechts an der Strasse immer wieder kleine Doerfer oder einsame Behausungen. Das Reservat ist unheimlich gross. Etwas groesser wie Bayern vielleicht.
Es gibt hier auch groessere Orte mit Einkaufzentren und einem ganz normalen oeffentlichen Leben in einem modernen Umfeld.
Auch hier gibt es eben die modernen Menschen und die traditionellen Menschen.



Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf unserem Campingplatz angekommen. Eine superschoene Lage mitten in den Felsen von Monument Valley. Toller und gepflegter Platz mit Indoorpool und vielem mehr.



Kilometer oder besser gesagt: Meile fuer Meile wurde die Landschaft immer trockener und wuestenartiger. Sahen wir in Arkansas und Oklahoma noch saftige Wiesen und Felder, so waren es in Texas, New Mexico und Arizona nur noch Grasbueschel oder andere Gewaechse.

Tanken war manchmal ganz ok - so wie hier, an grossen Tankstellen. Aber manchmal war es auch wirklich schwierig mit unserem riesigen Gespann einigermassen an eine Zapfsaeule zu kommen. Einmal sind wir fast nicht mehr aus der Tankstelle gekommen. Wir mussten dann ueber Gras und Schotter fahren.

Diesel wird teilweise hier sehr stiefmuetterlich gehaendelt, d.h. entweder haben die Tankstellen hier gar kein Diesel oder aber man findet ganz am Rande eine total verdreckte Dieselzapfsaeule. So wie frueher in Deutschland auch - wisst ihr noch?

Tja - die Gegend war nicht sonderlich berauschend. Vor allem fuer die Maedels muss es ja ziemlich langweilig gewesen sein (wie man sehen kann). Irgendwann nach 2,5 Tage Fahrt, war auch mal der DVD-Player langweilig geworden.

Unten sieht man eine Siedlung der Navajo Indianer. Hier findet man uebrigens alles, was man in den normalen amerikan. Staedten auch findet. Es gibt sogar ein Einkaufszentrum. Hin und wieder steht aber neben den Haeusern noch eine Lehmhuette. In solchen Lehmhuetten haben die Vorfahren der Navajos gelebt.

Soooo, geschafft.........es kann abgekoppelt werden!!!

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