Mittwoch, 24. Juni 2009

San Antonio und die Reise dahin

Nach El Paso folgte nun San Antonio. Vor uns lagen ueber 500 Meilen. (100 Meilen = 160 km) Micha wollte mind. 2/3 der Strecke an diesem Tag fahren. Aber dieser Tag war ja schon zur Haelfte rum, da wir ja am Vormittag noch in Sachen Cowboystiefel unterwegs waren. Also musste wieder mal ein Walmart-Parkplatz lokalisiert werden. Chris suchte in allen Karten und Listen die wir zur Verfuegung hatten verzweifelt einen Walmart auf dieser Strecke bzw. an dieser Autobahn............
..........doch nichts zu machen - es gab einfach keinen. Der naechste Walmart (also im Bereich dieser angesprochenen 2/3 Strecke) lag ca. 40 Meilen vor San Antonio in Kerrville. Micha konnte es kaum glauben. Aber es sollte sich bewahrheiten. Man muss sich vorstellen, auf solch einer Strecke von fast 800 km gab es ca. 10 - 15 Kaeffer. Halloooo - wie kann man da wohnen??? Dazwischen so gut wie nichts - hin und wieder eine Farm. Man musste sich fragen, woher kriegen die Strom und Wasser? Unglaublich - wie sich das manche antun koennen.
Es hat sich also seit der Auswandererzeit nicht viel geaendert. Die Leute leben immer noch fernab von allem. Nur haben sie heute Autos und sind etwas schneller in der naechsten Stadt. Aber was tun die, wenn mal ein Notfall vorliegt?



Auf einer Raststaette mitten in der Pampa machten wir dann einen kurzen Stop um was zu koecheln. Was ihr im oberen Bild seht ist wohl "einzigartig". Es sind tatsaechlich schwaebische Maultaschen geroestet mit Ei. (Maultaschenteig hat die Oma aus Deutschland mitgebracht)



Adi hatte aber Hunger auf Bratwurst - nichts fuer ungut liebe Oma Erika.
Das ist kein Omnibus auf dem unteren Bild - ne ne - das ist ein amerikan. Wohnmobil. Davon fahren hier echt tausende rum. Man braucht hier nicht mal den Busfuehrerschein oder LKW-Fuehrerschein um dieses Teil zu fahren. Meist haben die noch ne Anhaengerkupplung dran mit ihrem PKW oder die Kroenung - einer Garage auf Raedern.

Ach, und wer geglaubt haette, dass Reifenpanne Nr. 3 die letzte gewesen waere, der hat sich aber ganz schoen getaeuscht.
In Kerrville auf dem Walmartparkplatz angekommen, hoerte Chris beim Aussteigen ein Zischen im Bereich der Reifen und siehe da....ein dicker Nagel steckte im neuen Reifen (Micha hatte ihn ja erst frisch drauf)
Was ein Aerger! Wie kann man soviel Pech haben? Und immer der Gleiche!


Aber bei Walmart kann man ja "fast" alles kaufen - auch Reifen. Also konnte Micha gleich am anderen Morgen mit Reifenwechsel Nr. 4 beginnen.



Frisch bereift ging es dann noch ca. 50 Meilen weiter nach San Antonio auf den Campingplatz.


Die Skyline von San Antonio.
An diesem Tag machten wir dann nicht mehr viel. Die viele Fahrerei machte schon ganz schoen fertig und so richtige Erholungsphasen hatte man ja zwischenzeitlich nicht wirklich. Mal 2 Tage dort oder 3 Tage hier und immer mit vollem Programm - das schlaucht!
Deshalb machten wir es uns am Pool gemuetlich (hiervon gibt es leider keine Bilder) und anschliessend haben wir noch gegrillt und den Tag in Ruhe ausklingen lassen.


So ein Smirnoff on Ice ist schon was Leckeres!!!!!
Ja, und am anderen Tag ging es dann auch schon wieder voll zur Sache. San Antonio sollte von uns unsicher gemacht werden. Mit dem Bus, der direkt vor der Haustuere abfuhr, ging es direkt nach Downtown San Antonio - also mitten in die Stadt.

Und hier besuchten wir das Fort Alamo, welches als Mission im Jahre 1744 gegruendet wurde.
Im mexikanischen Unabhängigkeitskrieg (1815-1821) eroberten die aufständischen Mexikaner das Fort. Bei den Unruhen ab dem 2. Oktober 1835, die schließlich zur Unabhängigkeit Texas' von Mexiko führten, wurde „The Alamo“ im Dezember 1835 von den aufständischen amerikanischen Siedlern besetzt und weiter befestigt. Bla bla bla - also wen es interessiert, der schaue bitte in Wikipedia nach (grins)


Adi mit einer Trappermuetze im Alamo-Museum.


Anschliessend ging es mit einem strengen Fussmarsch in Richtung "Riverwalk". Wow - war das schoen!!!! Man meinte fast, man sei in Venedig gelandet. Zwischen den hohen Haeusern haette man das gar nicht erwartet. Vom Fluss wurde ein kleiner Kanal durch die Haeuserschluchten geschaffen und wunderschoen angelegt mit Blumen, Bueschen, Palmen u. Baeumen. Es war angenehm kuehl und man konnte dort schoen spazieren gehen. Ein Restaurant folgte dem anderen. Es war wirklich sehr schon zum Sitzen dort.



Tja und ein MUSS fuer jeden Touri, ist es mit dem Boot eine Runde durch den Kanal zu drehen. War auch sehr interessant. Unser Bootsfuehrer erzaehlte viel ueber die Entstehung und auch welche Sehenswuerdigkeiten wo zu finden sind.

Dann erzaehlte er auch noch, dass es auf diesem Turm (Foto unten) Gargoyles gibt. Sie waren aber so weit entfernt, dass man sie mit dem Fotoapparat schon sehr heranzoomen musste. Gargoyles sind Steinmonster oder auch manchmal wasserspeihende Figuren. Ela und Chris fiel dann auch gleich ein, dass es mal im deutschen TV eine Trickfilmserie mit dem gleichen Namen gab. Kennt die noch jemand?

Auch an diesem Tag war es mal wieder BOLLENHEISS wie der Schwabe sagt. Unsere Fuesse waren schon am qualmen und die Koepfe erst recht. Adi verschaffte sich am Brunnen dann gleich mal etwas Abkuehlung.



Dies ist eine spanische Kirche aus dem Jahre 1720. Unten die Damen vor dem Nebengebaeude.


Gleich nach der Kirche kamen wir noch am span. Gouverneurspalast vorbei.


Zum Schluss wurde noch geshoppt (Souveniers, Postkarten etc.) und dann ging es mit dem klimatisierten Bus wieder zurueck zum Campingplatz. Adi direkt ins Bett, Ela und Chris direkt in den Pool.
Abends haben wir es uns dann beim Mexicaner von gegenueber so richtig gut schmecken lassen. Riesige Portionen - superlecker und vor allem SUPERBILLIG!!!!

Am naechsten Morgen, kurz vor unserem Start in Richtung Houston, hat sich Adi noch kurz mit einem kleinen Jungen angefreundet.

Eigentlich hatten wir ja vermutet, dass San Antonio auch so ne Wuestenstadt ist wie El Paso oder Las Vegas. Aber da haben wir uns ganz schoen getaeuscht. Hier ist es dann schon wieder viel viel gruener. Nicht so wie hier in Alabama, aber nicht mehr so schrecklich trocken.

Pffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffft.....................


Tja - und wieder ging es fuer uns weiter. So langsam kamen wir aber dem Ende unserer Reise entgegen.

Die letzten 3 Tage wollten wir dann noch ein bissle ans Meer nach Galveston (Houston).

.

Keine Kommentare: