Donnerstag, 25. Juni 2009

Galveston (Houston) + die etwas andere Familienzusammenfuehrung

Die Fahrt von San Antonio bis Houston bzw. Galveston dauerte dann "nur" ca. 5 Stunden. Was eine kurze Fahrt ha ha ha. Naja - bei dem was wir schon hinter uns hatten, war es auch nur ein Katzensprung.
Auch auf dieser Strecke fand man wieder viele deutsche Wurzeln.


Durch Houston fuehrte uns eine 14 spurige Autobahn - echt der Wahnsinn. Houston ist uebrigens die drittgroesste Stadt in den USA.



Die Skyline von Houston ist aber nicht ganz so imposant wie New York.

Nach ca. 1 Stunde mit viel stockendem Verkehr waren wir dann endlich durch und erreichten so langsam unser Ziel: Galveston.
Die Gegend erinnerte uns dann schon etwas an die alabamesische Golfkueste.


In der Bay von Galveston sah man sogar Pyramiden gepaart mit einem Mississippi-Schaufelraddampfer.

Nein, das waren weder Gustav noch Katrina - dies ist das Werk von Ike. Der hatte letztes Jahr, kurz nach Gustav, genau in Galveston seinen Landfall. Man sieht noch sehr viel zerstoerte Haeuser und Hotels.

Auch die Haeuser auf Stelzen kommen uns doch sehr bekannt vor.

Nachdem unser Wunschcampingplatz keinen freien Platz mehr hatte, mussten wir in den Galveston Island State Park ausweichen. War sehr einsam gelegen und nix los fuer die Kids (d.h. es gab keinen Pool und keinen Playground u. auch keine anderen Kinder). Dafuer Erholung pur in einer wunderschoenen Landschaft - direkt an der Bay gelegen (also nicht am Meer - sondern auf der Seite in Richtung Festland).
Ausser uns gab es noch ca. 5-6 andere Camper. Manche sogar mit Zelt (bei der Hitze uuuaaah).
Fuer den Rest des Tages war dann nichts mehr geplant und die 2 Maedels haben sich dann gegenseitig etwas geschminkt. Adi kann sich ja sehen lassen - aber Ela wollte keine Veroeffentlichung ihres Bildes.
Selbst unsere Reifen hatten alle durchgehalten u. man konnte stressfrei den Rest des Tages geniesen!




Sonnenuntergang

Noch ein Sturmopfer(oben) - ein Auto wurde auf den Steg gespuelt und wie eben die Amis so sind.....sie haben es einfach dort stehen gelassen.

Da Texas ja der groesste Oellieferant der USA ist, hat es auch riesige Raffinerien. So etwas haben wir noch nie gesehen. Tausend Rohre in irgendwelche Richtungen. Dann wieder Tuerme mit Feuer oben drauf. Also "Hut ab" vor diesem Architekten, der dies geschaffen hat.
Ja, und dann kam der grosse Augenblick....Familienzusammenfuehrung der besonderen Art! Vor vielen Jahren ist die Schwester von Christines Oma nach Texas ausgewandert und hat dort geheiratet. Aus dieser Ehe entstammt eine Tochter "Annette". Annette war das letzte Mal im Jahre 1974 mit ihrer Mutter in Deutschland zu Besuch. Was eine lange Zeit......wow.
Mittlerweile ist die Grosstante gestorben und Annette ist mit ihrer Familie (Mann u. 3 Kinder) nach Houston umgezogen. Ihr Mann Henry hat dort eine Stelle als Ingenieur bei der NASA.
Der Kontakt zur Oma war zwecks Sprachschwierigkeiten natuerlich gleich NULL. Manchmal hoerte Oma die News von ihrer Schwaegerin, die noch Kontakt mit Annette hatte. Aber auch dieser Kontakt wurde aufgrund der sprachl. Schwierigkeiten immer weniger.
Nun denn - Chris fasste sich dann ein Herz und rief Annette an. Annette und Henry waren ganz aus dem Haeuschen. Scherzte doch Henry oft wenn das Telefon klingelte und veraeppelte Annette dann u. sagte: Deutschland ist am Telefon (was ja nicht stimmte).
Aber diesmal hat es doch gestimmt! Die Freude war auf beiden Seiten gross und man wollte sich dann auch so schnell wie moeglich sehen.
Gleich am Samstag besuchten wir Annette u. ihre Familie. 2 der Kinder waren schon aus dem Haus und die Juengste, Jessi, wohnt noch daheim. Der Empfang und die Freude waren sehr herzlich.
Beide Seiten hatten sich unheimlich viel zu erzaehlen. Es waren ja auch etliche Jahre dazwischen und es war viel passiert.




Mittags sind wir dann an den Strand gefahren. Dort war einiges los. Auch hier wieder bollenheiss!

Da wir den gesamten Vormittag nur mit Erzaehlen beschaeftigt waren, hatten wir dann einen Baerenhunger u. Annette u. Henry fuehrten uns dann in ein Restaurant am Meer. Lecker lecker lecker - gut wars!




Aehm, die liegen doch sonst immer am Strassenrand??

Ja, in der Kuerze des Besuches sind wir auch noch durch ein Aquarium und eben durch einige Shops gelaufen.


Die 2 Maedels mochten sich gleich und haben sich prima verstanden. Ela schwaermt jetzt noch von Jessi.

Ja, der Tag war voll gelungen. Mit vielen neuen Eindruecken sind wir dann zurueck zu unserem Wohnwagen gefahren.
Am anderen Tag sind wir vormittags kurz an den Strand. Es war unheimlich heiss und selbst das Meer war schon fast zu warm. Aber Adi hat es gut gefallen.



Aber dennoch machten wir es uns am Nachmittag lieber im Schatten des Wohnwagens gemuetlich. Ausserdem wollten uns Annette, Henry und Jessi noch besuchen.

So machten wir dann einen richtig schoenen Kaffeeklatsch bei sengender Hitze.

Am Abend machten wir uns dann auf in Richtung Galveston. Wir wollten zum Abschied nochmal schoen Essen gehen.
Auf dem Weg dahin kamen wir wieder an einer Hotelruine vorbei. Auch hier hat Ike ganz schoen gewuetet.


Auch dieser Abend endete mit vielen schoenen Eindruecken und Erinnerungen. Auf alle Faelle ist eines sicher: Der Kontakt wird nun nicht mehr abreissen!
Annette will uns mit ihrer Familie auf alle Faelle bald besuchen kommen, worauf wir uns schon freuen.


Soooo, am anderen Tag traten wir dann die Rueckreise an. Es lagen wieder eine ganze Menge Meilen vor uns. Geplant war noch eine Uebernachtung auf einem Walmart-Parkplatz.

Sumpflandschaft (oben) und ein Kanal zwischen der Autobahn (unten) in Louisiana.

Autobahnkreuz oder Autobahndreieck (keiner weiss es so genau) in Houston.

Hier kommen noch ein paar Filmchen hin - geduldet euch!

Hi Annette, Henry and Jessi,

thank you for the nice time with you and your family. In the next days we will translate the most of this story.

Bye Chris and Michael

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